{"id":647,"date":"2022-08-23T16:22:51","date_gmt":"2022-08-23T14:22:51","guid":{"rendered":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=647"},"modified":"2022-08-24T16:04:34","modified_gmt":"2022-08-24T14:04:34","slug":"hpc-jin-wir-akzeptieren-keine-besatzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=647","title":{"rendered":"HPC Jin: Wir akzeptieren keine Besatzung"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>24.01.2019<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend eines Besuches in der Kleinstadt D\u00earik ergab sich die M\u00f6glichkeit, mit zwei Vertreterinnen der HPC Jin (H\u00eazen Parastina Cewher\u00ee Jin), den Frauenselbstverteidigungskr\u00e4ften der Kommunen, zu sprechen und an einem ihrer Ausbildungsprogramme in einem arabischen Dorf im Umland von D\u00earik teilzunehmen. Wie in allen Strukturen sind auch hier die Frauen autonom organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprachen mit Selamet Muhammed Haci, 46 Jahre und Mutter von sieben Kindern. Zwei ihrer S\u00f6hne und ihr Mann sind bei der YPG. Unsere zweite Gespr\u00e4chspartnerin war Hediya Ahmed Abdallah, sie ist 42 Jahre alt und seitdem sie 14 Jahre alt ist in der Bewegung aktiv. Sie hat sechs Kinder, einer ihrer S\u00f6hne und ihr Mann sind bei den kommunalen Sicherheitskr\u00e4ften Asay\u00ee\u015f, ein Sohn ist bei der YPG. Beide Frauen sind seit Beginn der Revolution organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Hediya Ahmed Abdallah erz\u00e4hlte uns \u00fcber die Entstehungsgeschichte der kommunalen Frauenselbstverteidigungskr\u00e4fte:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie HPC Jin wurden 2014 aufgebaut, bis dahin haben diese Arbeit eher M\u00e4nner gemacht. Wir haben gesehen, dass das nicht ausreicht, Frauen sollten auch an dieser Arbeit beteiligt sein. Es waren oft zu wenige Kr\u00e4fte an den Kontrollpunkten, denn es gab durch den Krieg viele Verletzte. Deshalb wurde der Vorschlag gemacht, die HPC Jin aufzubauen. Direkt am Anfang beteiligten sich 47 Frauen. Ende 2015 wurde die Gr\u00fcndungskonferenz abgehalten, eine Leitung gew\u00e4hlt und eine eigene Fahne entworfen. Unsere Organisation ist nun vollkommen autonom, wir haben unsere eigene Struktur, eigene Munition und Logistik. Wir sind die Verteidigungsstruktur der Kommunen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"990\" height=\"500\" src=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/24.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-394\" srcset=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/24.jpg 990w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/24-300x152.jpg 300w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/24-768x388.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 990px) 100vw, 990px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Anfangs haben die M\u00e4nner gelacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erst hatten die M\u00e4nner keinen Glauben in uns. Sie haben gesagt, diese \u00e4lteren Frauen, M\u00fctter, was k\u00f6nnen sie ausrichten, sie f\u00fcrchten sich doch selbst. Doch im Kampf um Hol wurden die HPC um Unterst\u00fctzung gebeten. 45 Frauen haben vorgeschlagen, sich selbst zu beteiligen. Zw\u00f6lf Frauen haben wir dann auch geschickt. Wir haben gleich gesagt, dass wir uns autonom organisieren wollen, sonst behaupten die M\u00e4nner sp\u00e4ter, sie h\u00e4tten die ganze Arbeit gemacht. Auch f\u00fcr die Befreiungsoperation in \u015eaddadi haben sich viele vorgeschlagen, die Bev\u00f6lkerung vertraut uns. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir dort an der Front im Einsatz waren, wir haben uns um Logistik und Nachschub von Munition gek\u00fcmmert und an der Front gekocht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gegen Agenten, Drogenh\u00e4ndler und Zwangsprostitution<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir geben milit\u00e4rischen Unterricht, halten Wache an den Kontrollpunkten und sind verantwortlich f\u00fcr die Sicherheit bei Festen, Demonstrationen, Trauerfeiern und Beerdigungen. Auch die Sicherheit in den Kommunen geh\u00f6rt zu unserem Aufgabenbereich, zum Beispiel wenn dort Agenten oder Drogenh\u00e4ndler aktiv sind oder wenn Frauen ausgenutzt und beispielsweise zur Prostitution gezwungen werden sollen. Manchmal melden unsere Mitglieder uns, wenn in den D\u00f6rfern oder den Kommunen etwas vorf\u00e4llt &#8211; sei es Diebstahl, Gewalt an Frauen oder Kindern. In dem Fall reden wir erst einmal mit den Beteiligten und versuchen die Probleme selbst organisiert zu l\u00f6sen. Es gab zum Beispiel in meinem Viertel eine alevitische Frau, deren Mann ihr verboten hat, das Haus zu verlassen. Ich habe lange mit ihm geredet, er hat dann eingesehen, dass er im Unrecht ist. Nachts machen wir Wachg\u00e4nge in der Stadt, nicht nur in den eigenen Stadtteilen. Wir haben eine starke Verbindung zu den Sicherheitskr\u00e4ften vom Asay\u00ee\u015f.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Organisierte Selbstverteidigung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei den HPC Jin sind M\u00e4dchen und Frauen von sieben bis siebzig. Kinder machen zum Beispiel Sport oder lernen sich gegen Gefahren aus dem Internet zu sch\u00fctzen. Alle werden in ihren Institutionen ausgebildet, wie etwa in der Stadtverwaltung oder im Bereich Kunst und Kultur. Die Mitglieder bilden Teams und Z\u00fcge, sind also in milit\u00e4rischen Strukturen organisiert, die jederzeit zum Einsatz kommen k\u00f6nnen. Ein Team besteht aus vier Personen, ein Zug wiederum aus zehn. Wir wissen, wer wo ausgebildet wurde und wenn ein Angriff kommt, sind sie bereit. Wir als Verantwortliche sind hier im Zentrum vor Ort. Alle unsere Mitglieder sind Freiwillige, d.h. wir bekommen kein Gehalt. Darum ist die Anerkennung uns gegen\u00fcber auch sehr gro\u00df. Nicht alle kommen hier zum Zentrum, f\u00fcr manche w\u00e4re es ein gro\u00dfer Schritt, mit unserer Weste und Waffe heraus zu gehen, aber sie sind aktive Mitglieder und in den Kommunen organisiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frauen haben einen starken Willen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind bereit an die Front zu gehen, die Frauen haben einen starken Willen und keine Angst vor dem Tod. Die HPC organisieren die Verteidigung der Gesellschaft. Sie bauen an ihren Orten Stellungen und verteidigen sie. Sie bereiten Tunnel gegen Luftangriffe vor. Sie sind daf\u00fcr zust\u00e4ndig, dass die Stadtverwaltung im Kriegsfall weiter funktioniert, eventuell in einem Luftschutzkeller. Auch im medizinischen Bereich muss man vorbereitet sein. D\u00earik ist aber eigentlich sehr ruhig.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Kampf in den K\u00f6pfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere zweite Gespr\u00e4chspartnerin, Selamet Muhammed Haci, war von Anfang an dabei:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch war erst in der gemischten HPC, dann in der HPC Jin. Meine Familie ist in der Bewegung aktiv, da war es kein Problem. Meine Kinder haben nat\u00fcrlich schon gefragt, ob ich keine Angst an der Waffe h\u00e4tte. Die Familien stellen sich oft gegen die Frauen. Sie kennen es so, dass der Mann die Frau verteidigt. Obwohl Frauen in der Gesellschaft f\u00fcr alles verantwortlich sind, ist das in den K\u00f6pfen drin. Der Mann bekommt durch die Verteidigung Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen alle Frauen erreichen, vieles hat sich ver\u00e4ndert. Zuerst gab es kein Vertrauen uns gegen\u00fcber, die Frauen m\u00fcssen eine starke entschlossene Haltung gegen\u00fcber der Familie einnehmen und das ist ein sehr intensiver Kampf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sagen in den Kommunen Bescheid, die Ko-Vorsitzenden versammeln die Frauen, schreiben Listen, wer sich beteiligen will. Dann kommen sie zum Komingeh, zum Zentrum der Kommunen. Auch die, die dem ENKS nahe stehen, kommen, denn auch sie wollen die Stadt verteidigen. Die Bev\u00f6lkerung versteht inzwischen, wer sie wirklich verteidigt. Diejenigen, die an Barzan\u00ee gebunden waren, haben auch ihr Vertrauen in ihn verloren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbildung an der Waffe f\u00fcr alle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jede zivile Person bekommt eine viert\u00e4gige Ausbildung an der Waffe. Manchmal erreichen wir in einem Dorf nur drei oder vier Frauen, aber das ist die M\u00fche wert. Dann zeigen wir einen Tag lang, wie die Waffen auseinander gebaut werden, diskutieren \u00fcber theoretische Fragen zur Verteidigung und am Schluss fahren wir f\u00fcr einen Tag aufs Land, wo wir schie\u00dfen \u00fcben. Die Frauen haben am Anfang Angst, nach hinten gesto\u00dfen zu werden, wenn sie schie\u00dfen, aber dann entwickeln sie gro\u00dfen Ehrgeiz und wollen auch treffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was in \u015eengal passiert ist, soll sich nicht wiederholen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir bereiten die Frauen speziell auf so eine Situation wie im&nbsp; \u015eengal vor, damit sie im Angriffsfall nicht wehrlos sind. Insbesondere die Frauen und die Jugend wollen die Gesellschaft verteidigen. Bei den M\u00e4nnern ist dieser Reflex nicht so stark. Die Frauen wollen die Kinder und die Gesellschaft sch\u00fctzen, die Jugend k\u00e4mpft f\u00fcr ihre Zukunft. Die M\u00e4nner sind st\u00e4rker durch den Staat gepr\u00e4gt, sie wollen nicht, dass die Frauen unabh\u00e4ngig sind, sie akzeptieren noch nicht einmal, dass Frauen ihre eigenen Zentren, die Mala Jin, aufbauen. Wir haben vielleicht gerade einmal zehn Prozent unserer Rechte erk\u00e4mpft. Das Baath hat ein schmutziges Regime \u00fcber den Mann aufgebaut. Wenn es die Angriffe durch den Feind g\u00e4be, h\u00e4tten wir eine noch st\u00e4rkere Entwicklung geschaffen. Die Basis aller unserer Arbeiten sind die Akademien. Wir m\u00fcssen auch die M\u00e4nner erreichen, daher brauchen wir auch gemischte Einrichtungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"772\" src=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20-1024x772.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-390\" srcset=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20-1024x772.jpg 1024w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20-300x226.jpg 300w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20-768x579.jpg 768w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/20.jpg 1066w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Revolution in der Revolution<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hediya \u00fcbernimmt wieder das Wort und erz\u00e4hlt weiter:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist f\u00fcr uns Frauen eine gro\u00dfe Chance, in dieser Phase zu leben und Teil dieser Revolution zu sein, mit dazu beizutragen, auch als Frauen und M\u00fctter. Hier findet eine Revolution in der Revolution statt. Auf der einen Seite k\u00e4mpfen wir f\u00fcr unsere Identit\u00e4t als Kurdinnen gegen den Feind, der uns vernichten will, andererseits f\u00fchren wir einen Kampf in der Gesellschaft selbst. Wir f\u00fcrchten uns nicht und laufen nicht weg, wir haben viel M\u00fche und Kraft in den Aufbau gesteckt. Wir haben viele Ketten gebrochen und darauf sind wir stolz. Ich mache Geschichte und schreibe sie. Heute hatten wir eine Ratsversammlung. Zw\u00f6lf Frauen haben sich freiwillig gemeldet und gesagt, wir sind bereit mit der Waffe in der Hand gegen Erdo\u011fan zu k\u00e4mpfen und auch in eine bewegliche Einheit zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der IS als psychologische Waffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind nicht bereit, eine t\u00fcrkische Besatzung zu akzeptieren. In Efr\u00een wurde alles gepl\u00fcndert. Wir wollen einen gemeinsamen Weg gehen, Liebe zueinander und zu der Gesellschaft entwickeln. Es gibt viele Spielchen des Feindes gegen uns. Der IS ist vor allem auch eine psychologische Waffe gegen uns, wir sollen uns f\u00fcrchten. Dem stellen wir ein Projekt f\u00fcr ein freies Syrien gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einer bourgoisen Mentalit\u00e4t wollen sie uns ebenfalls angreifen. Sie wollen, dass wir uns vom Kampf abwenden, daher ist Rojava\/Nordsyrien auch immer noch nicht politisch anerkannt. Man greift uns auf allen Ebenen an. Wir m\u00fcssen auch an vielen Fronten gleichzeitig k\u00e4mpfen, gegen die Angriffe von au\u00dfen und innen, wir m\u00fcssen die grundlegendsten Bed\u00fcrfnisse befriedigen, damit die Bev\u00f6lkerung nicht wegl\u00e4uft. Wir haben schon sehr viele Menschen verloren. Aber wie ihr seht, wurde hier an Neujahr \u00fcberall gefeiert, trotz der Angriffsdrohungen durch Erdo\u011fan halten wir zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf gedanklicher Ebene bereit sein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn der Krieg kommt, stehen wir an der Seite der YPJ und YPG, ebenso wie der Asay\u00ee\u015f. Wir bereiten uns vor. Abdullah \u00d6calan hat in den Briefen aus Imrali aufgezeigt, dass wir uns als eine Gesellschaft organisieren m\u00fcssen, die auch im Krieg weiter funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Verteidigung bedeutet nicht nur milit\u00e4risch, sondern auch auf gedanklicher Ebene bereit zu sein. Einerseits bereitest du dich auf Luftangriffe vor. Aber man muss auch wissen, wie man sich gegen Hunger wappnet, wir geben Wissen weiter, wie wir uns auf Notsituationen vorbereiten. Wie Frauen sich gegen M\u00e4nnergewalt wehren k\u00f6nnen. Verteidigung ist sehr breit zu verstehen. Wir m\u00fcssen bereit sein, im eigenen Haus die Rechte von Frauen und M\u00e4dchen zu verteidigen, zum Beispiel gegen die Heirat von M\u00e4dchen im Alter von 14 oder 15 Jahren.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selbstverteidigungskurs in einem arabischen Dorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag haben wir die Gelegenheit genutzt, mit einer Vertreterin der HPC Jin in ein arabisches Dorf an der Grenze zu fahren, um dort beim Selbstverteidigungskurs zuzusehen. Das Dorf besteht seit den 1960er Jahren. Arabische Familien aus Homs und Hama, die dort aufgrund von Armut keine M\u00f6glichkeiten hatten sich zu versorgen, wurden hier angesiedelt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"778\" src=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/19-1024x778.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-389\" srcset=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/19-1024x778.jpg 1024w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/19-300x228.jpg 300w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/19-768x583.jpg 768w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/19.jpg 1064w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Dorfbev\u00f6lkerung organisiert sich ebenfalls kommunal. Es gibt Ko-Vorsitzende, eine Frau und ein Mann. Zwei M\u00e4nner aus dem Dorf sind im Kampf gegen den IS gefallen. Das Dorf hat eine Schule, in der 350 Kinder aus sieben D\u00f6rfern unterrichtet werden. Auch einen Kindergarten gibt es.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst berichtet eine Kommandantin der YPJ ausf\u00fchrlich \u00fcber verschiedene Waffenarten und wie sich die Bev\u00f6lkerung im Falle eines Luftangriffes am besten sch\u00fctzen kann. Dann beginnt der Unterricht an der Kalaschnikow &#8211; Auseinanderbauen und Zusammensetzen. Die meisten M\u00e4nner haben Erfahrung mit Waffen, sind aber angesichts der Pr\u00e4senz der YPJ und HPC Jin sowie unserer Anwesenheit offensichtlich nerv\u00f6s und machen Fehler. Die Frauen wirken entspannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>24.01.2019 W\u00e4hrend eines Besuches in der Kleinstadt D\u00earik ergab sich die M\u00f6glichkeit, mit zwei Vertreterinnen der HPC Jin (H\u00eazen Parastina Cewher\u00ee Jin), den Frauenselbstverteidigungskr\u00e4ften der Kommunen, zu sprechen und an einem ihrer Ausbildungsprogramme in einem arabischen Dorf im Umland von D\u00earik teilzunehmen. Wie in allen Strukturen sind auch hier die Frauen autonom organisiert. 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