{"id":666,"date":"2022-08-23T16:40:16","date_gmt":"2022-08-23T14:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=666"},"modified":"2022-08-24T16:00:26","modified_gmt":"2022-08-24T14:00:26","slug":"riseup4rojava-feminists-rise-up-for-rojava","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=666","title":{"rendered":"#RiseUp4Rojava &#8211; Feminists Rise up for Rojava!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>20.01.2019<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die feministische Kampagne \u201egemeinsam k\u00e4mpfen\u201c ruft dazu auf die Global Days of Action am 27. und 28. Januar zu unterst\u00fctzen um ein deutliches Zeichen gegen den drohenden Angriffskrieg Erdogans auf die Frauenrevolution von Rojava\/Nordostsyrien zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Befreiung Kobanes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 27. Januar 2015 wurde die Stadt Kobane in Rojava (Nordsyrien), nach monatelangen erbitterten K\u00e4mpfen und dem Widerstand der YPJ (Frauenverteidigungseinheiten) und YPG (Volksverteidigungseinheiten), gegen den Daesh (Islamischer Staat) verteidigt und befreit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kampf um Kobane erz\u00e4hlt die Geschichte vom Widerstand der Frauen, denn der Kampf gegen den Daesh war gleichzeitig auch der Kampf der Frauen um Selbstbestimmung und ihre Rolle in diesem Krieg. Die YPJ wurden bei der Befreiung von Kobane zum weltweit bekannten Symbol des Frauenwiderstands.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bedrohung der Frauenrevolution<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits Anfang letzten Jahres \u2013 drei Jahre nach der Befreiung Kobanes \u2013 griff Erdogan Afrin \u2013 den westlichsten Kanton der Demokratischen F\u00f6rderation Nordostsyrien \u2013 an. Seit dem 18. M\u00e4rz 2018 ist Afrin von dschihadistischen und faschistischen Truppen der T\u00fcrkei und deren Verb\u00fcndeten besetzt und unter t\u00fcrkische Zwangsverwaltung gestellt. Pl\u00fcnderungen, Morde an Zivilist*innen, Vergewaltigungen, Entf\u00fchrungen und ethnische S\u00e4uberungen sind seitdem Alltag.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht mal ein Jahr sp\u00e4ter droht das NATO-Mitglied T\u00fcrkei erneut mit Angriffen auf die befreiten Gebiete von Rojava\/Nordsyrien, wo die Revolution mit den Frauen an vorderster Front voranschreitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drohenden Angriffe verstehen wir als Angriffe gegen die Errungenschaften, die Frauen in den sieben Jahren der Revolution erreicht haben, als Angriffe auf die erk\u00e4mpfte Freiheit und Autonomie. F\u00fcr uns ist die Frauenrevolution in Rojava \u2013 die auf Geschlechterbefreiung, \u00d6kologie und Basisdemokratie begr\u00fcndet ist \u2013 Hoffnung, da sie der gelebte Beweis ist, das ein Leben jenseits des kapitalistischen Patriarchats m\u00f6glich ist. Den Krieg, den der faschistische t\u00fcrkische Staat mit dschihadistischen Verb\u00fcndeten an seiner Seite dieser Revolution erkl\u00e4rt, m\u00fcssen wir daher als einen ideologischen Krieg gegen den Frauenwiderstand \u2013 der gegen Faschismus, Patriarchat, Kapitalismus und alle anderen Unterdr\u00fcckungsformen k\u00e4mpft \u2013 verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>So schwer zu ertragen das Schweigen der internationalen Gemeinschaft auch ist \u2013 es verwundert uns nicht. Denn die wundersch\u00f6nen Ideen, die die Basis dieser Frauenrevolution bilden, machen den Herrschenden auf der ganzen Welt Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sie das System des kapitalistischen Patriarchats erhalten wollen, stellen sich die Herrschenden auf die Seite der T\u00fcrkei, allen voran der deutsche Staat, der Panzer an die T\u00fcrkei verkauft, eine \u201egute Diplomatie\u201c mit den Faschisten pflegt und dessen Repression gegen kurdische Aktivist*innen und solche, die sich mit der kurdischen Bewegung solidarisch zeigen, immer schlimmere Ausma\u00dfe annimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit sind die \u00f6konomischen und politischen Beziehungen des deutschen und auch jeden anderen Staates mit der T\u00fcrkei in gleicher Weise f\u00fcr die Situation des Krieges in und der Besatzung von Afrin sowie des kommenden Krieges in ganz Nordostsyrien verantwortlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gemeinsam k\u00e4mpfen gegen das kapitalistische Patriarchat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Krieg gegen die Frauenrevolution ist ein internationaler Krieg, deshalb m\u00fcssen wir auch international antworten und Widerstand entwickeln, um diesen Krieg zur\u00fcckzuschlagen! Auch wenn wir an verschiedenen Orten mit verschiedenen Mitteln k\u00e4mpfen, so k\u00e4mpfen wir doch gemeinsam mit den Freund*innen in Rojava f\u00fcr das gleiche Ziel: Ein Leben jenseits des kapitalistischen Patriarchats.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir organisieren uns autonom um uns gegenseitig zu st\u00e4rken und den patriarchalen Verh\u00e4ltnissen etwas entgegen zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00e4mpfen f\u00fcr Selbstbestimmung \u2013 sei es durch den Aufbau des autonomen Frauendorfs Jinwar oder f\u00fcr die Abschaffung des Paragraphen 219a.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir verteidigen uns selbst \u2013 sei es der milit\u00e4rische Kampf gegen den Daesh und den faschistischen t\u00fcrkischen Staat oder der Kampf gegen die allgemeine Vereinnahmung feministischer Themen von Rechts.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00e4mpfen gegen Gewalt an Frauen*, indem wir offen legen, dass diese Gewalt immer politisch ist. Wir k\u00e4mpfen gegen die rape culture, in der es als normal angesehen wird, dass Frauen immer und \u00fcberall mit einer Vergewaltigung rechnen m\u00fcssen und es ihre Aufgabe ist, sich davor zu sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00e4mpfen daf\u00fcr Raum einnehmen zu k\u00f6nnen \u2013 ob in politischen Diskussionen oder im allt\u00e4glichen Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere K\u00e4mpfe hier m\u00f6gen sich von den K\u00e4mpfen der Freund*innen dort unterscheiden und doch ist es ein gemeinsamer Kampf. Deswegen ist ein Angriff auf die dort gelebte Utopie auch ein Angriff auf uns alle, die wir von einer anderen Welt tr\u00e4umen und bereit sind daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Aufruf f\u00fcr den 27. und 28. Januar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, dass wir eine historische Verantwortung haben, die Revolution und Freiheit gegen alle Bedrohungen auch hier zu verteidigen. Deswegen rufen wir alle feministischen Kr\u00e4fte dazu auf, diesen selbstverwalteten feministisch revolution\u00e4ren Widerstand zu unterst\u00fctzen und sich an den Global Days of Action am 27. und 28. Januar beteiligen!<\/p>\n\n\n\n<p>Seid kreativ, seid laut, seid bunt! Verbreitet die wundersch\u00f6nen Ideen, die die Basis dieser Revolution bilden! Beteiligt euch an Aktionen, organisiert selbst Demonstrationen oder Aktionen des zivilen Ungehorsams!<\/p>\n\n\n\n<p>Verteidigen wir gemeinsam die Frauenrevolution von Rojava, verteidigen wir unsere Hoffnung!<\/p>\n\n\n\n<p>Jin Jiyan Azadi!<\/p>\n\n\n\n<p>Feministische Kampagne \u201egemeinsam k\u00e4mpfen\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>18.01.2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.01.2019 Die feministische Kampagne \u201egemeinsam k\u00e4mpfen\u201c ruft dazu auf die Global Days of Action am 27. und 28. 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