{"id":764,"date":"2022-08-24T14:57:28","date_gmt":"2022-08-24T12:57:28","guid":{"rendered":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=764"},"modified":"2022-08-24T14:57:28","modified_gmt":"2022-08-24T12:57:28","slug":"kampagne-100-gruende-um-den-diktator-zu-verurteilen-unterschreibt-bis-zum-8-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/?p=764","title":{"rendered":"Kampagne &#8222;100 Gr\u00fcnde, um den Diktator zu verurteilen&#8220; &#8211; Unterschreibt bis zum 8.3.!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>01.12.2020<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/20201117-logo-auf-frauendemonstration-in-pirsus-zum-sieg-gegen-is-in-kobane-januar-2015-bulent-kilic-jpgbf8fa5-image.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-678\" width=\"806\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/20201117-logo-auf-frauendemonstration-in-pirsus-zum-sieg-gegen-is-in-kobane-januar-2015-bulent-kilic-jpgbf8fa5-image.jpeg 990w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/20201117-logo-auf-frauendemonstration-in-pirsus-zum-sieg-gegen-is-in-kobane-januar-2015-bulent-kilic-jpgbf8fa5-image-300x168.jpeg 300w, https:\/\/gemeinsam-kaempfen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/20201117-logo-auf-frauendemonstration-in-pirsus-zum-sieg-gegen-is-in-kobane-januar-2015-bulent-kilic-jpgbf8fa5-image-768x431.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 806px) 100vw, 806px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus der j\u00fcngeren Geschichte der Menschheit wissen wir, dass nichts in der Menschheitsgeschichte zu mehr Katastrophen gef\u00fchrt hat als diktatorische Regime. Wie wir vom V\u00f6lkermord an den Armenier*innen, dem Holocaust, von den kolonialen V\u00f6lkermorden&nbsp; der Siedler gegen indigene V\u00f6lker in Amerika sowie von den vielen Massakern in Regionen wie dem Nahen Osten, einschlie\u00dflich Kurdistans, wissen, hatte die Menschheit mit allen m\u00f6glichen Arten von V\u00f6lkermorden zu k\u00e4mpfen, insbesondere in den letzten zwei Jahrhunderten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4ss der Definition der UN-Konvention \u00fcber die Verh\u00fctung und Bestrafung des V\u00f6lkermordes bedeutet V\u00f6lkermord \u201ceine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religi\u00f6se Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerst\u00f6ren: T\u00f6tung von Mitgliedern der&nbsp; Gruppe; Verursachung von schwerem k\u00f6rperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe; vors\u00e4tzliche&nbsp; Auferlegung von Lebensbedingungen f\u00fcr die Gruppe, die geeignet sind, ihre k\u00f6rperliche Zerst\u00f6rung ganz oder teilweise herbeizuf\u00fchren; Verh\u00e4ngung von Ma\u00dfnahmen, die auf die Geburtenverhinderung innerhalb der Gruppe gerichtet sind; gewaltsame \u00dcberf\u00fchrung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe\u201d. Die weithin akzeptierte Definition von Diktatur beschreibt die Monopolisierung\/Konzentration von Macht in den H\u00e4nden eines Herrschers, um sich selbst als oberster F\u00fchrer zu behaupten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Definitionen nach internationalen Rechtsnormen geben uns genug Grund zu der Auffassung, bei Erdo\u011fan handele es sich um einen Diktator, der f\u00fcr seine Verbrechen strafrechtlich verfolgt werden sollte. Der Diktator, der als Pr\u00e4sident der T\u00fcrkei agiert, hat eine patriarchale, faschistische und rassistische Mentalit\u00e4t, die sich&nbsp; bewusst, geplant und gezielt gegen kurdische Frauen richtet. In den 18 Jahren der AKP-Herrschaft ist Erdo\u011fan zum Hauptverantwortlichen hinter einem System des bewussten Massakers, T\u00f6tens und Vergewaltigens von Frauen geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 29. Oktober 2009 wurde die 12-j\u00e4hrige Ceylan von einer Haubitze der t\u00fcrkischen Armee get\u00f6tet, als sie Schafe weidete. Am 9. Januar 2013 wurden Sakine Cans\u0131z, Fidan Do\u011fan und Leyla \u015eaylemez in Paris durch den t\u00fcrkischen Geheimdienst ermordet.&nbsp; Kader Ortakaya wurde im November 2014 in den Kopf&nbsp; geschossen, als sie w\u00e4hrend der Belagerung des sog. Islamischen Staats (IS) versuchte, nach Kobane zu gelangen. Die junge Aktivistin Dilek Do\u011fan wurde am 18. Oktober 2015 in ihrem Haus von der Polizei ermordet. Im Dezember 2015 wurde der Leichnam von Taybet Inan, einer von den t\u00fcrkischen Streitkr\u00e4ften get\u00f6teten&nbsp; Zivilistin, w\u00e4hrend der Ausgangssperre in Silopi bis zur Verwesung auf der Stra\u00dfe liegen gelassen. Am 4. Januar wurden die kurdischen Frauenaktivistinnen Seve Demir, Pakize Nay\u0131r und Fatma Uyar durch das Feuer der Armee in Silopi unter der Milit\u00e4rbelagerung massakriert. Am 12. Oktober 2019 wurde die kurdische Frauenaktivistin und Politikerin Hevrin Xelef bei der Besatzungs-Operation \u201cFriedensquelle\u201d des t\u00fcrkischen Staates in&nbsp; Ser\u00ea Kaniye (Ras al-Ain) in Nordsyrien von t\u00fcrkisch unterst\u00fctzten islamistischen Kr\u00e4ften ermordet. Im Juni 2020 wurden drei&nbsp; kurdische Aktivistinnen des Frauen-Dachverbands Kongreya Star bei einem t\u00fcrkischen Drohnenangriff auf ein Haus im nordsyrischen Dorf Helince bei Koban\u00ea ermordet. Es gibt unz\u00e4hlige weitere Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Gewalt gegen Frauen hat in der T\u00fcrkei um mehr als tausend Prozent zugenommen. Vergewaltigungen werden zunehmend normalisiert. Frauen werden systematisch von der politischen&nbsp; Sph\u00e4re ausgeschlossen (einschlie\u00dflich ihrer Inhaftierung). Daneben werden die akademische, k\u00fcnstlerische und berufliche Arbeit von Frauen kriminalisiert.<br>Weil wir jeden Tag mit einem neuen Massaker konfrontiert sind&nbsp; bleiben unsere Erinnerung und unsere Wut lebendig. Wir haben die Macht, die T\u00e4ter zur Rechenschaft zu ziehen. Daf\u00fcr haben wir gen\u00fcgend Gr\u00fcnde und Beweise. Wir haben auch gen\u00fcgend Bewusstsein und die erforderlichen Grundlagen, um zu wissen, dass all dies Kriegsverbrechen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Als kurdische Frauenbewegung haben wir durch Kampagnen, Aktionen und Widerstand gegen den Feminizid in unserem Land&nbsp; gek\u00e4mpft. Mit unserer Kampagne \u201c100 Gr\u00fcnde, den Diktator zu verurteilen\u201d werden wir gegen den Hauptverantwortlichen f\u00fcr diese Verbrechen, Recep Tayyip Erdo\u011fan, aufstehen. Ohne Zweifel hat Erdo\u011fan in seinen 18 Jahren an der Macht nicht nur 100, sondern Hunderte von Verbrechen begangen. Als Frauen haben wir jedoch&nbsp; beschlossen, uns auf die abscheulichen Verbrechen zu konzentrieren, ohne deren Aufarbeitung unser Gewissen keinen&nbsp; Friedenfinden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir werden keinen Satz formulieren wie \u201cDie Zahl der Vorf\u00e4lle und Todesf\u00e4lle ist unm\u00f6glich zu z\u00e4hlen\u201d. Als Frauen verurteilen wir diese Verbrechen nicht nur mit Hilfe der von uns gesammelten Beweise.&nbsp; Wir verurteilen sie auch mit unserer Form, unserem Bewusstsein,&nbsp; unserer Haltung und unseren Forderungen. Wir wollen nicht, dass Erdo\u011fan wie andere ist, die immer als \u201cStaatsf\u00fchrer\u201d betrachtet wurden und erst nachdem ihre Kriegsverbrechen aufgedeckt wurden oder sie gestorben sind, als \u201cDiktatoren\u201d gesehen wurden. Wir wollen, dass er jetzt strafrechtlich verfolgt wird. Unsere Liste der Verbrechen Erdo\u011fans ist lang genug, und wir wollen nicht, dass sie noch l\u00e4nger wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Kurdische Frauenbewegung in Europa (TJK-E) wollen wir aus 100 Gr\u00fcnden 100.000 Unterschriften sammeln, um uns gegen den Diktator und seine Handlanger zu wenden, die das Gesetz, das Milit\u00e4r und die Polizei f\u00fcr Gewalt und Ungerechtigkeit einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der ersten Phase unserer Kampagne, in den 104 Tagen, die zwischen dem 25. November 2020 und dem 8. M\u00e4rz 2021 vergehen, werden wir jeden Tag einen weiteren \u201cGrund\u201d nennen, indem wir die Geschichten von Frauen erz\u00e4hlen, die vom Staat ermordet wurden. Gegen den Diktator, dem es gelingt, jeden Tag neue Massaker zu begehen, werden wir Ihnen von den Frauen&nbsp; erz\u00e4hlen, die ermordet wurden. Wir wollen, dass sie f\u00fcr immer in die Seiten der Geschichtsb\u00fccher und in das Ged\u00e4chtnis der&nbsp; Menschheit eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterschriften, die wir sammeln werden, sind der erste Schritt zur Schaffung der Grundlage f\u00fcr die rechtlichen, sozialen,&nbsp; politischen und aktionsbasierten Arbeiten, die wir in unserem Bestreben, den Diktator strafrechtlich zu verfolgen, durchf\u00fchren werden. In der zweiten Phase werden wir unsere Unterschriften und die Vorf\u00e4lle, die wir dokumentiert haben, sowie alle von uns gesammelten Beweise an die UNO und andere relevante Institutionen weiterleiten, um den Beginn des Anerkennungsprozesses von Feminizid als ein dem V\u00f6lkermord&nbsp; \u00e4hnliches Verbrechen zu fordern. Das Versagen der UNO, das Notwendige zu tun, ermutigt Diktatoren wie Erdo\u011fan, die die institutionalisierte Form der patriarchalen Mentalit\u00e4t repr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Unterschrift, die wir sammeln, bringt uns der Verurteilung des Diktators einen Schritt n\u00e4her, w\u00e4hrend jede Stimme, die wir in Aktion erheben, den Raum, der den Diktatoren zur Verf\u00fcgung steht, einengen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie k\u00f6nnen Ihre Kraft mit unserer Kraft, Ihre Stimme mit unserer Stimme vereinen, um den Diktator aus unserem Leben zu entfernen, indem Sie an dieser Kampagne unter <a href=\"http:\/\/www.100-reasons.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.100-reasons.org<\/a> teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>100.000 Unterschriften aus 100 Gr\u00fcnden<\/p>\n\n\n\n<p>Erdo\u011fan und die AKP sollten f\u00fcr ihre feminizidale Politik verantwortlich gemacht werden!<\/p>\n\n\n\n<p>Einst versprach die AKP, die T\u00fcrkei entscheidend zu demokratisieren, rechtsstaatliche Normen durchzusetzen, innenpolitische Fragen wie die kurdische Frage mit politischen Mitteln zu l\u00f6sen, ein pluralistisches, demokratisches parlamentarisches System aufzubauen, in dem es keinerlei Toleranz gegen\u00fcber Folter und keinerlei Probleme mit den Nachbarl\u00e4ndern gibt. Jahrelang weckten diese Versprechen Erwartungen an die Erf\u00fcllung dr\u00e4ngender Forderungen der Gesellschaft nach Ver\u00e4nderungen. Zu den Versprechen geh\u00f6rte auch der Kampf gegen Sexismus und f\u00fcr die Gleichstellung der Geschlechter.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch in den 18 Jahren der AKP-Herrschaft hat die T\u00fcrkei diese Versprechen nicht nur nicht erf\u00fcllt, sondern in noch nie dagewesener Weise Schritte zur\u00fcck in die Vergangenheit gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner, der ultranationalistischen&nbsp; Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), errichtete die Regierung eine faschistisch-diktatorische Ein-Mann-Herrschaft, eroberte die Kontrolle \u00fcber alle Staatsorgane, beseitigte die Freiheit des Denkens und der Meinungs\u00e4u\u00dferung, verwandelte das Justizsystem in das gr\u00f6\u00dfte Vehikel f\u00fcr Ungerechtigkeit und l\u00f6ste die Gewaltenteilung auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierung von Erdo\u011fan setzt alle Ressourcen des Staates r\u00fccksichtslos gegen diejenigen ein, die sich ihrer Herrschaft widersetzen. Sie versucht, jegliche Opposition durch T\u00f6tung, Inhaftierung, Folter, Zwangsumsiedlung und Enteignung auszuschalten. Die Menschen werden durch K\u00fcndigungsandrohungen, Einsch\u00fcchterung und Erpressung weiter zum Schweigen gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Innenpolitisch hat die Regierung Erdo\u011fan das Land in ein offenes Gef\u00e4ngnis verwandelt, in ein Regime der Angst mit diktatorischen Methoden. Parallel dazu hat der Staat in seiner Au\u00dfenpolitik mehr denn je auf Aggression und Erpressung zur\u00fcckgegriffen. Obwohl die Regierung \u201cnull Probleme mit den Nachbarn\u201d versprochen hatte, hat das Land nun Probleme mit fast allen Menschen in der Region und dar\u00fcber hinaus. In ihrem Streben nach regionaler Hegemonie auf der Grundlage neo-osmanischer Tr\u00e4ume f\u00fchrt die AKP Kriege in Syrien, Irak und Libyen. Sie setzt den IS und \u00e4hnliche islamistische Gruppen h\u00e4ufig als S\u00f6ldner zur Besatzung ein. Im Rahmen ihrer Au\u00dfenpolitik setzt sie regelm\u00e4\u00dfig Erpressung ein, um ihren Willen durchzusetzen (ein Beispiel daf\u00fcr ist das sogenannte Fl\u00fcchtlingsabkommen mit der EU). Zu diesem Zeitpunkt stellt die T\u00fcrkei unter der AKP eine Bedrohung und Gefahr f\u00fcr die gesamte Region dar. Wir sind uns dieser Entwicklungen in dem Ma\u00dfe bewusst, wie \u00fcber sie in der Presse berichtet wird. Es gibt jedoch noch einen anderen bedrohlichen Krieg, der von der AKP gef\u00fchrt wird, \u00fcber den in den Medien jedoch praktisch nicht berichtet wird und der auf der internationalen Agenda fehlt: ein feminizidaler Krieg gegen Frauen!<\/p>\n\n\n\n<p>Die AKP und ihre Frauenpolitik<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem zunehmend aggressiven Charakter der Innen- und&nbsp; Au\u00dfenpolitik de Regierung Erdo\u011fan nahm auch die feminizidale Politik zu. Mit ihrer feminizidalen Politik betreibt die AKP auch eine \u201cgesellschaftsm\u00f6rderische\u201d Politik. Der Faschismus als das am tiefsten patriarchale System kann seine Existenz nur durch die Vertiefung des kolonialisierten Zustandes der Frauen fortsetzen. Die T\u00fcrkei ist das Land mit den meisten weiblichen politischen Gefangenen. Unter der AKP-Regierung hat die Gewalt gegen Frauen um 1400% zugenommen. Die Explosion von Femiziden und Gewalt gegen Frauen ist kein Zufall und auch nicht losgel\u00f6st von der staatlichen Politik. In Gebieten, die unter t\u00fcrkischer Besatzung stehen, werden Frauen entf\u00fchrt, vergewaltigt, verkauft und massakriert. Es ist ein schwerer Angriff auf die Willenskraft und die F\u00e4higkeit der Frauen, \u00fcber ihr eigenes Leben zu entscheiden. Frauen werden objektiviert und in traditionelle Geschlechterrollen gedr\u00e4ngt. Frauen stehen st\u00e4ndig im W\u00fcrgegriff des Staates und der von ihm reproduzierten patriarchalen Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie \u00fcberall auf der Welt stellen Frauen auch in der T\u00fcrkei eine wichtige oppositionelle Dynamik dar. Die kurdische&nbsp; Frauenbewegung steht an vorderster Front eines ernsthaften Erwachens der Frauen. Es ist kein Zufall, dass Erdo\u011fans feminizidale Politik mit jedem Tag, an dem dieses Erwachen w\u00e4chst, zunimmt. Mit dem Feminizid versucht der Staat die Opposition und damit jede m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungskraft zu beseitigen. Das Ziel ist es, die Gesellschaft als Geisel zu nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, dass Feminizid immer noch nicht als Verbrechen&nbsp; gegen die Menschlichkeit anerkannt ist, bedeutet, dass Staaten und Diktatoren, die auf Feminizid setzen, keine Angst davor haben, zur Rechenschaft gezogen zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Solange Feminizid nicht als Verbrechen gegen die Menschlichkeit behandelt wird, wird es nicht m\u00f6glich sein, einen glaubw\u00fcrdigen und effizienten Kampf gegen gesellschaftsfeindliche Politiken wie den V\u00f6lkermord zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Kampagne wollen wir die feminizidale Politik der AKP<br>aufdecken und die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Wir wollen<br>Gerechtigkeit schaffen und fordern die strafrechtliche Verfolgung von Erdo\u011fan. Mit dieser Anstrengung wollen wir die Stimme aller&nbsp; Frauen in der Welt sein, die Gewalt ausgesetzt sind, und auf alle an Frauen begangenen staatlichen Verbrechen aufmerksam machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen die Gewalt gegen Frauen beenden, die in der t\u00fcrkischen Republik in einem feminizidalen Ausma\u00df begangen wird, wo jeden Tag eine Frau durch m\u00e4nnliche Gewalt get\u00f6tet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Kampagne wollen wir, dass Feminizid international als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anerkannt wird. Unterst\u00fctzen Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift. Kein Fu\u00dfbreit dem Feminizid!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.12.2020 Aus der j\u00fcngeren Geschichte der Menschheit wissen wir, dass nichts in der Menschheitsgeschichte zu mehr Katastrophen gef\u00fchrt hat als diktatorische Regime. 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